Zukunft der Nutztierhaltung in der Diskussion

Anstatt die Nutztierhaltung stark zu reduzieren, sollte diese klimafreundlich und auf der Grundlage höchster wissenschaftlicher Standards weiterentwickelt werden. Das fordern WissenschaftlerInnen in der Dublin Declaration of Scientists on the Social Role of Meat. Insgesamt sei die Nutztierhaltung viel zu wertvoll für die Gesellschaft, als dass sie das Opfer von Vereinfachung, Reduzierung oder Fanatismus werde, so heißt es in der Eröffnung der Dubliner Erklärung. Bereits mehr als 650 Forschende haben die Erklärung unterschrieben, die den Wissenschaftlern eine Stimme verleihen soll, die einen ausgewogenen Ansatz für die Zukunft der Tierhaltung erreichen wollen. Dafür sei eine sachliche Debatte von Nöten, die sowohl die Ernährungssicherung als auch Biodiversität, Klimawandel und Nährstoffflüsse, sowie Tiergesundheit und Tierschutz im Rahmen eines umfassenden One-Health-Ansatzes berücksichtigt. Nach bislang 1.000 begutachteten wissenschaftlichen Arbeiten zur Nutztierhaltung kommen die WissenschaftlerInnen zum Ergebnis, dass die Nutztierhaltung schon hinsichtlich des starken globalen Bevölkerungswachstums weiterhin in der Gesellschaft verankert bleiben müsse. Deshalb wachsen die Herausforderungen in Bezug auf Versorgung und Nachhaltigkeit exponentiell und die Entwicklung evidenzbasierter Lösungen werde immer dringlicher.

Schon in einem Monat findet erstmals die Futura.VET 2023 als Online-Veranstaltung statt. Am 16. Februar wird sich auch Prof. Dr. Nick Lin-Hi von der Universität Vechta in seinem Vortrag mit der Zukunft der Ernährung befassen. Dabei geht der Experte auf die in-vitro Erzeugung von tierischen Proteinen ein, die aus seiner Sicht die Nutztierhaltung zum Zwecke der menschlichen Ernährung überflüssig machen könnte.

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