Neue antibakterielle Moleküle machen Hoffnung

Aufgrund der wachsenden Antibiotikaresistenzen weltweit besteht ein großer Bedarf an neuen antibiotischen Wirkstoffen. Nun haben Forscher des Karolinska Instituts, der Universität Umeå und der Universität Bonn eine Gruppe von Molekülen namens THCz identifiziert, die eine antibakterielle Wirkung gegen viele Antibiotika-resistente Bakterien haben. Wie die WissenschaftlerInnen im Journal PNAS schreiben, wirken sie durch die Bindung an das Lipidmolekül “Lipid II”, wodurch die Bildung der Bakterien-Zellwand gehemmt wird. Die Moleküle können zudem die Bildung einer schützenden Kapsel verhindern, wie sie beispielsweise Pneumokokkenumgibt. In den Laborexperimenten hatten THCz eine antibakterielle Wirkung gegen viele Antibiotika-resistente Bakterien, wie zum Beispiel Methicillin-resistente Staphylokokken (MRSA), Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE) und Penicillin-resistente Pneumokokken (PNSP), aber auch gegen Gonokokken und Mykobakterien. „Der Vorteil von kleinen Molekülen wie diesen ist, dass sie chemisch leichter zu modifizieren sind. Wir hoffen, dass wir THCz so verändern können, dass die antibakterielle Wirkung zunimmt und die negativen Auswirkungen auf menschliche Zellen abnehmen”, erklärt Fredrik Almqvist, Professor am Fachbereich Chemie der Universität Umeå.

Universität Bonn

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