Multiresistente Bakterien bleiben auch ohne Sauerstoff stabil

Die Häufigkeit von Infektionen durch Acinetobacter-Bakterien ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Besonders die durch multiresistente Stämme dieses Bakterium hervorgerufenen Erkrankungen sorgen für Probleme bei der Behandlung. Wie eine Studie der Justus-Liebig- Universität Gießen (JLU) zum Vorkommen von Acinetobacter- Bakterien nun ergab, konnten antibiotikaresistente Bakterien vermehrt in Abwässern aus Kliniken nachgewiesen werden. Zu denken gibt den Forschenden jedoch, dass sie Keime dieser Gattung auch nach sauerstofffreier Behandlung von Gülle und Klärschlämmen in Biogasanlagen und Faultürmen nachweisen konnten. Das

belegt, dass die eigentlich auf Sauerstoff angewiesenen Keime unter sauerstofffreien Bedingungen auf Polyphosphat als Energiequelle wechseln können. Die WissenschaftlerInnen werden sich als nächstes mit der Frage beschäftigen, ob Resistenzen auch stabil bleiben, wenn derartige Bakterien zum Beispiel über das Abwasser oder aber auch durch landwirtschaftliche Einträge in die Umwelt freigesetzt werden. Mit dem One-Health-Ansatz und dem Zusammenspiel von Landwirtschaft, Veterinär- und Humanmedizin für eine bessere Gesundheit von Mensch und Tier befasst sich auch die Futura.VET, die am 16. Februar 2023 erstmalig als Online-Veranstaltung stattfinden wird.

JLU

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