Neue Daten zeigen weltweit hohe Anzahl von Antibiotikaresistenzen

 

In der ersten WHO- Untersuchung zu Antibiotikaresistenzen ist eine große Zahl an antibiotikaresistenten Bakterien gefunden worden. Mit dem Global Antimicrobial Surveillance System (GLASS) wurden hierzu Daten aus 22 verschiedenen Ländern ausgewertet, welche Informationen über die Vorkommen von Antibiotikaresistenzen beinhalten.

Über 500.000 Fälle von vermuteten Antibiotikaresistenzen bei erkrankten Menschen wurden hierzu untersucht. Unter den am häufigsten gemeldeten resistenten Bakterien waren Escherichia coli, Klebsiella pneumoniae, Staphylococcus aureus und Streptococcus pneumoniae, gefolgt von Salmonella spp.

Länder mit hohem und niedrigem Einkommen waren gleichermaßen betroffen, wobei die Resistenzen gegenüber bestimmten Antibiotika stark zwischen verschiedenen Ländern schwankten. So lag die Resistenz gegen Penicillin zwischen 0% und 51% in den Meldeländern.

Laut Dr. Marc Sprenger, Direktor des WHO-Sekretariats für antimikrobielle Resistenz, bestätigt dies die ernste Situation der Antibiotikaresistenz weltweit. Einige der weltweit häufigsten und potenziell gefährlichsten Infektionen erweisen sich als arzneimittelresistent.

Die WHO unterstützt Länder beim Aufbau nationaler Systeme zur Überwachung der Resistenz gegen antimikrobielle Mittel, die zuverlässige und aussagekräftige Daten liefern können. Im Oktober 2015 wurde so auch GLASS eingeführt, welches eng mit den WHO-Kooperationszentren und bestehenden Netzwerken zur Überwachung der Resistenz gegen antimikrobielle Mittel zusammenarbeitet und auf den Erfahrungen anderer WHO-Überwachungsprogramme basiert.

http://www.who.int/mediacentre/news/releases/2018/antibiotic-resistance-found/en/